In der 2.Hälfte des 9.Jahrhunderts drangen dänische Wikinger, Nordmänner oder Normannen genannt, nach Nordfrankreich ein und setzten sich dort fest, etwa um einen Großraum von Le Havre herum.
Im Jahre 911 erhielt Wikingerhäuptling Rollo das untere Seinebecken von Karl III. von Frankreich durch den Vertrag von St-Claire-sur-Epte als Lehen zugestanden und hatte fortan die Aufgabe, diese Gegend vor weiteren Wikingereinfällen zu schützen.
Die Normannen übernahmen die französische Sprache und entwickelten ihre bis auf den heutigen Tag bestehende Identität.
Nach 1000 unternahmen sie Expeditionen nach Süditalien und dem Nahen Osten und errichteten Herrschaftsgebiete in Apulien/Sizilien sowie dem Grenzgebiet der heutigen Türkei/Syrien.
1066 setzte der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer, William the Conquerer genannt, nach England über.
Wilhelm II. Herzog der Normandie wurde 1027/28 in Falaise geboren und dehnte seine Herrschaft nach dem Sieg über die normannischen Barone mit Hilfe von König Heinrich I. von Frankreich auf benachbarte Gebiete aus.
Seit einem Besuch 1052 in England hegte er seine Ansprüche auf den englischen Thron, da ihm sein kinderloser Cousin und damaliger König Eduard der Bekenner dahingehende Hoffnungen gemacht hatte.
Als dieser 1066 starb, wurde jedoch Harold Godwinson König.
Daraufhin holte sich William die Erlaubnis von Papst Alexander II., England anzugreifen. William besiegte Harold in der Schlacht von Hastings, und wurde am Weihnachtstag 1066 in der Westminster Abbey zum König William I. of England gekrönt.
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